Hufbearbeitung

Eine der häufigsten Fragen, die mir gestellt wird:

 

"Nach was bearbeitest Du denn die Hufe?"

 

Und das ist aus meiner Sicht nur auf eine Art zu beantworten:

Ich mache das, was das Pferd will.

 

Die Aus- und Fortbildungen die ich seit 2010 besuche, haben mir ermöglicht viele verschiedene Werkzeuge zur Verfügung zu haben.

 

Wie erkenne ich, ob mein Pferd stabile und gesunde Hufe hat?

 

Das sollten die Hufe nicht haben:

  • Verbogene Seitenwände
  • zu lang
  • zu lange Zehe
  • Verzogene / umgekippte Hufkapsel
  • zu lange / keine Trachten

 

Hufbearbeitung müssen wir möglichst individuell an die Bedürfnisse des Pferdes anpassen. Wie macht man das als Fachmensch? Einmal ist natürlich das Wissen um die Anatomie des Pferdefußes wichtig und dann zeigt jeder Huf über Verbiegungen oder Spaltenbildung an, an welchem Punkt er eine Überlastung erfährt. Dann gibt es natürlich noch das individuelle Empfinden jedes Pferdes, es gibt Pferde, die sehr robust mit den Hufen sind und andere sind sehr empfindlich. Da ich ja selbst ein überaus empfindliches Tier besitze, bin ich auf das Thema sensibilisiert und versuche natürlich ein System zu finden, in dem sich die Hufe regenerieren können und das Pferd gut mit seinen Barhufen zurechtkommen kann. Dazu nutze ich meist übergangsweise Paddock-Schuhe, die dafür gemacht sind 24/7 an den Hufen zu bleiben.

 

Zum Reiten werden ggf. gut passende Hufschuhe verwendet und wir müssen sehen, wie Ihr Pferd sich besser an die Untergründe seiner Umgebung anpassen kann. Dazu kann es sein, dass Sie die Hufe regelmässig auf Asphalt trainieren müssen. Sicher ist das durchaus erst einmal aufwändiger, als einfach einen Beschlag aufzubringen, aber die Vorteile überwiegen.

 

Der beste Huf für einen Beschlag ist ein gesunder Barhuf und die Kombination von barhuf und Hufschuhen hindert nicht daran, auch mal eine Beschlagperiode einzuschieben. Allerdings werden die Hufe erfahrungsgemäß unter dauerhaftem Beschlag schlechter, deswegen ist mein Ziel auf jeden Fall einen gesunden Barhuf zu erzeugen, mit dem das Pferd gut leben kann. Alles andere muss je nach Bedarf entschieden werden.

 

Ein Beispiel: Wenn Ihrem Dressurpferd die Hufe wegbröseln und kein Nagel mehr hält, können wir das mit einem Klebebeschlag oder -schuh eine gewisse Zeit überbrücken, allerdings ist ein derart instabiles Wandhorn nicht unbedingt sehr widerstandsfähig den Klebern gegenüber. Sekundenkleber richtet nach meiner Erfahrung weniger Schaden an, allerdings sollte man dann einfach überlegen früh genug die Reißleine zu ziehen. Lassen Sie den Hufen ein wenig Zeit sich zu regenerieren, dazu gehört ein entsprechendes Aufbaufutter wie z. B. das Hufvital von Atcom, bei stoffwechselproblematischen Pferden ist meiner Erfahrung nach das Magnolythe S100 von Iwest + Magnotin/Magnotin Spezial besser geeignet. Dann kommt die Unterstützung von außen und da empfehle ich Huf stabil/Huf stabil extra von der-huf.de

 

Sie brauchen Geduld und regelmäßige Stimuli der Hufe; wir besprechen die Vorgehensweise und natürlich stehe ich Ihnen gerne auch zwischen unseren Terminen telefonisch zur Verfügung. Mit gut angepassten Hufschuhen zum Reiten können Sie quasi voll weitertrainieren. Mein eigenes Pferd trägt im Training momentan Renegade Gr. 2 an den Vorderhufen, egal ob bei uns auf der Rennbahn oder beim Erlernen neuer Bewegungsabfolgen wie stäker Versammeln, Anpiaffieren etc.